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Obst und Gemüseliste
 
 

Inhalt:

1. Einleitung
2. Woher das Obst und Gemüse?
3. Die wichtigsten Regeln
4. Obstliste
5. Gemüseliste

1. Einleitung

Grundsätzlich gibt es natürlich viele unterschiedliche Meinungen darüber, was man dem vierbeinigen Liebling füttern kann und was nicht. Natürlich bleibt es jedem selber überlassen, was er füttert und vor allen Dingen sollte jeder selber ausprobieren, was sein Hund gerne isst und gut verträgt, denn das ist die Hauptsache. Sicherlich ist die unten stehende Liste noch zu ergänzen, natürlich kann man darüber streiten ob Knoblauch sinnvoll ist oder nicht, klar stirbt ein Hund nicht direkt, wenn er ein Stückchen Zwiebel verdrückt - all diese Sachen sind diskutabel, aber hier stehen ausschließlich Sachen, die von uns als passende Nahrung für unsere Hunde angesehen werden. Bei vielen Kräutern und Zusätzen haben wir uns zuallererst Informationen aus dem grossen Schweizer Giftdatenbanken zukommen lassen, die durchweg Zwiebelgewächse als toxisch für Hunde beschrieben und der Nutzen, der dieser Misere gegenübersteht ist uns dann im Endeffekt doch zu gering, als dass man das Risiko eingehen könnte, da es zwar in jedem Fall die Menge macht, allerdings der Hundeorganismus auch ganz anders funktioniert und somit Sachen, die für uns gesund und lecker erscheinen, beim Hund gegenteilige Effekte bei Dauerfütterung etc. erzielen können.


2. Woher das Gemüse/Obst beziehen?

Wir kaufen unser Obst und Gemüse immer auf dem einheimischen Markt und verwenden meist nur Gemüse aus Demeteranbau und nach der Saison. Natürlich ist alles das ganze Jahr über erhältlich, allerdings sollte man beachten, dass importierte Ware meist schon lange Lieferstrecken hinter sich hat und in dieser Zeit viel an Vitamingehalt nachgelassen, dafür aber an Konservierungsstoff zugelegt hat.

Ansonsten Gemüse und Obst gut waschen, ggf. schälen.


3. Die wichtigsten Regeln:

- Alles mit Maß und Ziel!
- Obst immer nur reif, gerne sogar überreif verfüttern!
- Obst und Gemüse immer mit Öl oder Quark verfüttern wegen der fettlöslichen Vitamine


Nachfolgend finden sie eine eine kleine Auswahl der beliebtesten Obst- und Gemüsesorten, die bei der Frischfütterung verwendet werden können.

Die Liste enthält nur eine kleine Auswahl!
Eine vollständige Obst- und Gemüseliste finden sie in unserer Barf-Fibel.

4. Obstliste


Äpfel:
Inhaltsstoffe: Etwa 300 Biosubstanzen wie organische Säuren, Gerbstoffe, Pektin, ätherische Öle, Vitamin C, B, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium, Zucker.

Gesundheit: Äpfel sind nicht nur gesund, sondern auch noch kalorienarme Sattmacher. So haben drei mittlere Äpfel gerade mal 250 Kalorien und stecken voller Pektin, einem Ballaststoff, der den Cholesterinspiegel senkt und den Säuregehalt im Körper neutralisiert. "An apple a day keeps the doctor away" sagt ein Sprichwort. Die Pektine aus reifen Äpfeln binden Schlacken und Gifte im Dünn- und Dickdarm und helfen bei deren Ausscheidung.

Wichtig: Vorsicht, hier lieber Bio-Produkte einkaufen, da viele Äpfel durch lange Transportzeiten schon nur noch einen Vitaminbruchteil beinhalten, dafür aber viele Schadstoffe mit dem Wachsen und Spritzen erhalten haben.

Anwendung: Fast das ganze Jahr über gibt es fast täglich ein Stück Apfel sowohl in die Obst, als auch in die Gemüsemahlzeiten. Immer fein püriert und so rot und süß wie möglich!


Bananen:
Inhaltsstoffe: 10 verschiedene Vitamine, besonders B6, 18 Mineralstoffe und Spurenelemente, besonders Kalium, Magnesium, Zink, Kalzium. Dazu Pantothensäure, Folsäure, Frucht- und Traubenzucker. Glückshormon Serotonin, Schlafmittel Tryptophan.

Gesundheit: Optimal wirksam, wenn Schale dunkelgelb mit braunen Flecken! Schützt bei Gastritis die Magenschleimhaut, bessert Magengeschwüre. Normalisiert zu hohes Cholesterin, beugt Adernverkalkung vor.

Wichtig: Zviel Banane kann stopfend wirken.

Anwendung: Mit Quark und Apfel zusammen fein püriert und einem Schuß Honig und zusätzlich einem Löffel Hagebuttenpulver eine ideale Obstmahlzeit für morgens oder abends, der kein Hund wiederstehen kann.




Erdbeeren:
Inhaltsstoffe: Mehr Vitamin C als Zitrone. Insgesamt über 300 gesunde Substanzen: Säuren, ätherische Öle, Schleim, Pektin, Flavone, Gerbstoffe, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium.

Gesundheit: Erdbeeren machen Appetit, fördern die Verdauung, entschlacken den Körper, reinigen die Schleimhäute, stoppen Durchfall, beschleunigen die Wundheilung. B-Vitamine für bessere Konzentration, gute Augen, schönes Fell, Natrium bindet Säuren im Körper, die Arthrose und arthritische Beschwerden auslösen können, entzündungshemmend durch Phosphor (baut Enzyme auf), das Eisen wirkt gegen Blutarmut (Anämie). Kalzium, Phosphor stärken vor allem bei jungen Hunden die Knochen und Zähne, ebenso wie der hohe Vitamin-C-Gehalt.

Anwendung: Je nach Saison mischen wir die leckeren Früchtchen in eine Obstmahlzeit mit Quark und Honig zusammen (schleck), aber auch hier gilt: nur überreife Früchte verwenden!



Kiwis:
Inhaltsstoffe: Hat dreimal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte, das Enzym Actinidin, das tierisches Eiweiss spaltet, dazu Gerbsäure.

Gesundheit: Kiwis kräftigen das Immunsystem, festigen die Blutgefäße, das Bindegewebe und regen die Muskeltätigkeit an, speziell die des Herzmuskels. Der enthaltenen Proleotynsäure schreibt man zu, dass Cholesterin abgebaut und die Blutzirkulation verbessert wird. Sie sind blutreinigend, harntreibend, abwehrstärkend und unterstützen die Eiweißverdauung.

Achtung: Auch hier gilt wegen des erhöhten Vitamin-C- und Säuregehaltes Vorsicht bei Hunden mit Magenproblemen.

Anwendung: Überreif und geschält unter den Obstbrei!

 


5. Gemüseliste


Fenchel

Inhaltsstoffe: Fenchel enthält Menthol-Öl, Anathol und kampferartigen Fenchon. Das Gemüse ist reich an verschiedenen Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalium und Calcium. Darüber hinaus enthält Fenchel große Mengen an Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure.

Gesundheit: Der Geschmack ist sicherlich Gewöhnungssache für den geliebten Wauzi, aber der hohe Vitamin-C-Gehalt sollte zumindest den Besitzer von der Notwendigkeit der abwechslungsreichen und somit auch manchmal fenchelhaltigen Ernährung überzeugen.

Anwendung: Vorsicht bei einer homöopathischen Behandlung da stark ätherisch - ansonsten kleine Stücke pürieren und ab unters Gemüse - kleiner Tipp: nicht viel verwenden, sonst bleibt das Futter meist stehen!



Karotten/Möhren
Inhaltsstoffe: Hohe Mengen an Alpha- und Betacarotin, ätherische Öle (also Vorsicht bei einer homöopathischen Behandlung - diese wird bei gleichzeitiger Fütterung ätherischer Lebensmitel fast unwirksam), Eisen, B-Vitamine, Folsäure, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Pektin.

Gesundheit: Karotten sind besonders bekömmlich in der Schonkost. Das liegt unter anderem am Pektingehalt. Pektine quellen im Verdauungstrakt schleimartig auf und schützen so die Magen- und Darmschleimhaut. Beta-Carotin sorgt für die Gesundheit von Augen, Haut und Haar. Pektine und Karotine beugen Krebs vor. In Zusammenhang mit einem Schuß Öl können Vitamine und Gesundstoffe auch richtig aufgeschlossen werden.

Anwendung: Geben wir fast täglich fein püriert sowohl unter Gemüse- als auch Obstbrei, aber niemals das Öl vergessen für die fettlöslichen Vitamine.




Kohlrabi
Inhaltsstoffe: Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Kohlenhydrate, Eiweiß, Calcium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen sowie die Vitamine B1, B2, B6 und ca. 63 mg Vitamin C pro 100 g.

Gesundheit: In den Blättern stecken weitaus mehr Nährstoffe, insbesonders der Mineralstoff Phosphor und Carotinoide.

Anwendung: Schälen und fein pürieren - leckeres Gemüse, allerdings mit Blähfähigkeit, wobei man bei etwas magenkranken Hunden aufpassen sollte.

 

Kartoffeln - Grenzfall
In der Rohernährung kann man hin und wieder, zum Beispiel wenn der eigene Hund nur sehr schlecht an Substanz gewinnt, Kartoffeln unter die Gemüsemahlzeit mischen. Kartoffeln (lt. Solanum tuberosum) bestehen überwiegend aus Wasser, enthalten aber viel Eiweiß und Kohlenhydrate. Sie haben einen sehr geringen Fettanteil, sind ein guter Energielieferant, glutenfrei und liefern Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Kartoffeln gehören zu der Gruppe der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und stammen usprünglich aus den südamerikanischen Anden. Sie traten in Europa erstmals im Jahre 1555 auf den Kanarischen Inseln und in Andalusien auf wo sie Patata – uns vielleicht heute besser bekannt unter der englischen Bezeichnung „potatoes“ genannt wurden. Mittlerweile gibt es weltweit rund 5000 verschiedene Sorten, aber nur einige wenige sind in Deutschland vom Bundessortenamt für Ernährung zugelassen!

Gehen wir mal einige Sorten durch:

Linda – Ist wohl die bekannteste Kartoffel doch weil ihr Patent ausgelaufen ist, sollte diese feine aromatische Sorte vom Markt genommen werden. Aber was sich auf Jahren bewährt hat, hat Anspruch auf eine zweite Chance und so wurde die Frist auf 2 weitere Jahre verlängert – wohl bekomm’s!
Rossela – Eine Kartoffel zwischen mehlig und festkochend, denoch zählt sie zu den vorwiegend festkochenden Sorten.
Accent – Eine Kartoffel für alles und jeden. Sie passt überall dazu, hat aber keinen richtigen Kartoffelgeschmack
Agria Bio – Empfehlenswert. Diese Sorte eignet sich hervorragend für Püree oder auch geschnittene Kartoffeln zum untermischen und hat einen guten Geschmack
Celena – Festkochende, frühe Kartoffelsorte mit einem typischen Kartoffel-Geschmack. Gut zu verarbeiten!
Leyla – Sehr frühe Kartoffel. Vorteil: sie ist besonders lagerfähig und vorwiegend festkochend!
Galatina – Unsere kleine Italienerin unter den Kartoffeln. Sie ist ein Frühchen und festkochend.
Karlena – Mehlig. Vorteil: es gibt nur wenig Abfall beim Schälen!
Starlette – Eine Frühkartoffel aus der Bretagne. Ihre hauchdünne Schale lässt sich einfach abbürsten!
Timate/ – Ein Demeter-Erzeugnis aus Sizilien! Festkochend und gut im Geschmack, klein.
Grenaille
Amandine – Frühkartoffel, festkochend. Schale bleibt fest und platzt nicht auf!
Blauer - Vorwiegend festkochend. Blaue Schale und blaues Fleisch!
Schwede Biosorte
Cherie – Relativ neue Sorte. Britische, rotschalige Sorte, überwiegend aus Großbritanien und der Bretagne. Geschmack, cremig/ aromatisch.
Heide/ – Festkochend, angenehm kräftig im Geschmack – eben „kartoffelig“.
Sieglinde Bio
Roseval Bio – Erinnert etwas an die „Linda“ Sorte. Fest im Biss!
Selma Bio – Festkochende Sorte. Schmeckt einfach aromtisch – lecker!
Timate – Ein Demeter-Erzeugnis! Frühe Kartoffel, festkochend.
Désirée – Eine rotschalige Kartoffel. Im Geschmack gut und aromatisch.
Edzell/ – Sehr mehlig, aber geschmackvolle Sorte. Auffallend: blaue Schale, weißes Fleisch – ab und zu bläuliche Verfärbungen. Aromatisch im Geschmack
Blue/ Bio
Finka Bio – Festkochende Sorte. Kräftig im Geschmack!
Nicola Bio – Festkochende Sorte. Würzig im Geschmack!
Treff Bio – Die richtige Sorte für Püree. Mehlig!

Zubereitung:
Ob nun bio oder nicht, wichtig ist, dass Kartoffeln nicht ROH, sondern nur gekocht unter die Gemüsemahlzeit gemischt werden. Auch sollte man darauf achten, dass KEINE grünen keimenden Kartoffeln verwendet werden, da diese äußerst gesundheitsschädlich sind!

Lagerung:
Die beste Lagerung für Erdäpfel ist kühl, trocken, dunkel und luftig bei einer idealen Temperatur von mind. + 7,5 Grad C. mit ca. 99% Luftfeuchtigkeit. Kartoffeln in Papiertüten halten sich besser, als solche in Plastiktüten. Der Grund hierfür ist, dass Papier überschüssige Feuchtigkeit besser verdunsten lässt, was zur Folge hat, dass Kartoffeln weniger schnell faulen und vor Licht geschützt werden!

Sind Kartoffeln lange Zeit Licht ausgesetzt, bildet sich Solanin, ein giftiges Alkaloid (organische,stickstoffhaltige, meist basische natürlich vorkommende Verbindungen), welches äußerst gesundheitsschädlich ist. Erste Solanin-Vergiftungserscheinung - auch als Solanismus bezeichnet - können u.a. ein Brennen und Kratzen im Hals verursachen, Durchfall, Übelkeit, Atemnot, Bewusstlosigkeit und Krämpfe hervorrufen. Grüne Stellen an Kartoffeln und um die „Kartoffelaugen“ herum (diese sind keine giftige Verunreinigung, sondern das eigentliche Keimzentrum der Knollen. Keimlinge, die aus den Kartoffelaugen sprießen, kann man auch zu Hause beobachten, wenn man die Erdäpfel zu warm und zu lange lagert. Dabei beginnt sich auch ohne Erde ein weißer Keimling aus dem „Auge“ zu bilden) müssen also vor dem zubereiten sorgfältig und großflächig entfernt werden, da diese Giftstoffe durch das Kochen nicht eliminiert werden!

Grundsätzlich raten wir jedoch davon ab, Kartoffeln mit grünen Stellen zu füttern da Solanin als krebserregend gilt, und bei ergrünter Oberfläche bereits einen Gehalt von 35mg Solanin / pro 100g Kartoffel aufweist, w as für den Menschen im toxischen Bereich liegt! Aus diesem Grund lieber ab damit in den Müll! Gesunde Kartoffeln weisen durschnittlich einen Solaningehalt von 5 – 7 mg/ pro 100g auf.

Gundsätzlich gilt:
- Immer kühl und dunkel lagern. Beste Lagertemperatur bei + 7,5 Grad
- Grüne Stelle und Kartoffelaugen immer wegschneiden. Kartoffeln, die große Grünstellen aufweisen lieber entsorgen!
- Ein großer Teil des Solanins liegt direkt unter der Schale. Lieber mehr wegschneiden
– reduziert die Solaninkonzentration!
- Solanin geht beim Kochen ins Wasser über. Aus diesem Grund das Kochwasser nicht weiter verwenden!

Es gibt noch ein weiteres Manko zu verzeichnen! Wegen der hohen Empfindlichkeit müssen Kartoffeln extrem mit Schadstoffen wie Kunstdünger und Pestizide n behandelt werden. Aus diesem Grund - wer seinem Hund Kartoffeln füttern möchte - lieber auf Bio umsteigen und immer eine ordentliche Portion natürliches Vitamin C (Acerola/Hagebuttenpulver) dazu!


Inhaltsstoffe
:
Kohlenhydrate (Stärke) ca. 15 %
Eiweiß ca. 2 %
Fett ca. 0,1%
Ballaststoffe ca. 0,8 – 1,7 %
Wasser ca. 77 %
Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen ca. 1 %
Vitamin C, Vitamin A und Vitamie der B-Gruppe

Fazit:
Ob Kartoffeln tatsächlich so gesund sind, wagen wir dennoch zu bezweifeln. Für Hunde, die aber nur schlecht an Substanz gewinnen oder auch mit erhöhtem Energiebedarf durchaus möglich.