Impfungen
Allgemeines
Einleitung
Die Macht der Gewohnheit, oder "das muss so sein": Jahrelang waren die ständig wiederkehrenden Impfungen meiner Hunde überhaupt keine Frage - wir waren es von Anfang an gewohnt, der Tierarzt schrieb und zur rechten Zeit eine Aufforderungspostkarte "Poldis Impfung ist wieder fällig" und sogar als Kind folgte ich schon ohne Murren dem Ruf des Mediziners. Irgendwann hatte man eben am Rande mal mitbekommen, dass Hunde regelmässig geimpft werden müssten, also rannte man jährlich zum Veterinärmediziner und piekste eben jene Stoffe, die den vierbeinigen Liebling vor sämtlichen schlimmen Krankheiten schützen sollten.
Neben Staupe, Leptospirose, Parvovirose, Hepatitis, Tollwut und Zwingerhusten wurden jährlich einige Dinge mehr in 5- oder 7-fach-Impfungen verpackt, die man uns dann wärmstens ans Herz legte. In den letzten Jahren wurde auch noch immer öfter eine Borreliose-Schutzimpfung angeraten.
1. Der eigene Schock
Ein Erlebnis, das eigentlich überhaupt nichts mit unseren Hunden zu tun hatte, brachte zumindest bei mir einen krassen Wandel. Zwar bei mir selber unbewusst Impf (und Pieks-Gegner) ließ ich mich zu einer GrippeImpfung überreden. Zwar hatte ich in den Jahren zuvor durch meine häufige Tätigkeit in der frischen Luft bei jeder Jahreszeit, die eben die Arbeit mit Hunden so mitbringt, nie wirklich Probleme mit Infekten oder Krankheiten, doch so eine Impfung sei schon eine sichere Sache sagte man mir und ich folgte!
In diesem Herbst hatte ich die schlimmste Erkältung meines Lebens, die mich wochenlang mit heftigen, mir vorher gänzlich unbekannten Fieberschüben, Schüttelfrost und Gliederschmerzen ans Bett fesselte, so dass ich fortan einen Riesenbogen um diese Impfungen, die vielen Menschen, besonders älteren und immungeschwächten sicherlich gute Dienste leistet, machte. Seither lebe ich zwar ab und an mit einem Schnupfen, doch hat mich eine solche Grippe dem Himmel sei Dank nicht mehr besucht!
2. Ohne Imfpungen Epidemien?
Irgendwie hat man als Hundebesitzer anscheinend schon mit der Muttermilch die Meinung eingesogen, dass sämtliche schlimme Krankheiten nur durch entsprechende Impfmittel in den Griff zu bekommen waren und dass unsere Tiere regelmässig durchgeimpft werden müssen, um solche Epidemien zu vermeiden.
Wenn man überlegt, ist diese Aussage aber ein wenig zu einfach. Es ist erwiesen, dass nicht die Impfstoffe, sondern im Gegenteil - eine Verbesserung der Lebensumstände, bessere hygienische Bedingungen, gesunde Ernährung und natürlich fortschrittlichere sanitäre Einrichtungen die eben jene genannte Hygiene zuliessen, den grossen Epidemien Einhalt geboten. Entsprechende Literatur findet sich leider nicht sehr häufig für Ottonormalverbraucher zugänglich, doch mittlerweile wird man des öfteren auch mal fündig im Internet! Es gibt sogar Nachforschungen, die einen gegenteilig gewünschten Effekt von Impfungen auch im Bezug auf Kinderkrankheiten, die nach wie vor trotz vielfacher Impfungen präsent und schier nicht auszurotten scheinen, verzeichnen.
Wie dem auch sei, jeder Mensch ist in der Lage, sich zu informieren, zu überdenken und nach dem eigenen Gefühl und der Erfahrung zu handeln.
3. MUSS ich impfen?
Also ersteinmal von rechtlicher Seite aus nicht! Es gibt kein Gesetz, das eine Impfung des Hundes vorschreibt und somit bleibt das Impfen dem Hundebesitzer selbst überlassen!
4. Was spricht gegen eine Impfung?
Fragt man die meisten Tierärzte werden sie auf den Herstellerhinweis auf der Impfampulle verweisen, die eine jährliche Impfung anrät. Die Inhaltstoffe der Impfseren sind für den Laien absolut unverständlich und auf Impfrisiken werden die meisten Tierärzte und Hersteller eher nicht aufmerksam machen, da es sicherlich auch oft um finanzielle Interessen geht!
Um einen körperfremden Eindringling beimpfen zu können, muss man das Impfprinzip verstehen. Abgeschwächte virale Zellen oder Baktieren, oft auch abgetötete werden zur Immunstimulanz unter die Haut injiziert, auf dass der Körper eine Abwehr gegen eben jene Erreger bildet - aber wie läuft eine normale Infektion ab - sicherlich nicht durch eine Spritze in die Haut! Wir infizieren uns meist über die Körperöffnungen, d.h. Mundschleimhäute, Nasenschleimhäute etc. Unser normales Abwehrsystem wird informiert und läuft sturm. Ist ein Immunsystem geschwächt, was durch viele Faktoren möglich ist (Streß, Krankheit etc.), ist ein weiteres Eindringen und Vermehren der Krankheitserreger möglich und man ist "infiziert", bis unser Körper es schafft, die Oberhand zu gewinnen.
Geimpft werden nun aber unter anderem Stoffe wie Aluminium, Quecksilber, Tiergewebe, Krebszellen, Karzinogene, Sodiumphosphat und vieles mehr. Eine 5- oder 7-fach-Impfung, wie wir sie gutgemeint unseren Hunden zumuteten, ist eine absolute Kriegserklärung für das Immunsystem. Die heute erwiesenen Nebenwirkungen reichen von Autoimmunerkrankungen, über neurologische Schäden, Herz- und Organschäden, Allergien, Arthrose, Krebs, Hautprobleme und sogar Impfschocks, die zum Tode führen können. Ganz zu schweigen von unmittelbaren Impfreaktionen wie Schwellungen, Schocks, Übelkeit und Verdauungsprobleme, Müdigkeit etc. Viele Krankheiten, die nachweislich auf längere Sicht von verschiedenen Impfstoffen hervorgerufen werden, werden oft nicht als Folge einer Impfung erkannt. Man bekämpft wohl die Symptomatik, aber erkennt leider nicht die Ursache.
5. Was besagt die Forschung darüber?
Inzwischen sind viele interessante Dinge erforscht worden, z.B. dass eine einzige Parvoviroseimpfung nachweislich mindestens 8-10 Jahre als Antikörper im Blut vorhandenbleibt und die Krankheit bekämpft. Bei Staupe sieht es ähnlich aus, und die Zwingerhustenimpfung, die erst in den letzten Jahren in das mehrfache Impfprogramm aufgenommen wurde, scheint zumindest für mich persönlich noch viel unsinniger jährlich zu erneuern, da es, wie Viren es eben an sich haben, mehrere verschiedene Formen des Auftretens eben jener Erreger gibt, allerdings die Forschung nur 2 davon bekämpfen kann - wo liegt hier der Nutzen, wenn der größte Teil nicht beimpft werden kann und wir nur prophylaktisch eben mal diesen kleinen Teil einimpfen.
Professor Ronald D. Schultz von der University of Wisconsin in Madison veröffentlichte 1998 im Veterinary Medicine folgende Aussage: "Meine eigenen Haustiere werden als Welpen ein- oder zweimal geimpft und dann nie wieder, mit Ausnahme der Tollwut-Impfung, die alle drei Jahre gegeben wird, seit ein Drei-Jahres-Produkt erhältlich ist. Ich verfahre nach diesem Programm seit 1974, und es ist weder bei meinen Haustieren noch bei den Haustieren meiner Kinder und Enkel jemals eine Infektionskrankheit aufgetreten."
"Die Empfehlung zur jährlichen Auffrischung war nicht durch wissenschaftlich fundierte Studien belegt, und man wird für viele der gebräuchlichen Produkte in der Literatur auch keine Veröffentlichungen finden, die die Notwendigkeit der jährlichen Impfung nachweisen."
Prof. Dr. Marian Horzinek von der Universität in Utrecht sagt in einem Interview des WDR im Januar 2001: "Es ist die wissenschaftliche Einsicht, die einem sagt, es ist nicht notwendig, jährlich zu impfen, man könnte mit längeren Intervallen arbeiten. Aber weder der Tierarzt, der gerne seinen Klienten einmal pro Jahr sehen will, noch die Impfstoffwerke haben ein Interesse daran, weniger häufig zu impfen." "Bis vor wenigen Jahren war man der Meinung, Impfungen schadeten nie. Auch wenn sie vielleicht nicht nützen, stellen sie zumindest keine Gefahr dar. Inzwischen wissen wir, daß das nicht so ist."
Auf einem Tierarztkongreß in Düsseldorf sagte Dr. Horzinek: "Die jährliche Vakzinierung gegen alles und jedes ist eher Folklore." (Tierarztkongreß Düsseldorf, November 2000). "Immunität gegen Masern hält lebenslang, und ich weiß von keinem Veterinär, der von seinem Hausarzt eine jährliche Masernimpfung verlangt. Aber die meisten Kleintierärzte in Europa revakzinieren Hunde jährlich gegen Staupe, und Staupe ist nichts anderes als Hundemasern."
6. Wie sollte ich impfen?
Diese Zeilen entsprechen einzig und alleine meiner eigenen Meinung und spiegeln meine eigene Einstellung zu dem genannten Thema wieder. Jeder erwachsene Mensch sollte in der Lage sein, zu hinterfragen, hat die Möglichkeit, sich zu informieren und zu einem eigenen Urteil zu kommen.
Meine Empfehlung, weil wir damit ausgezeichnete Erfahrungen gemacht haben, ist einzig und alleine die übliche Grundimmunisierung des Welpen und eine Auffrischung mit 12 Wochen. Das sollte in den meisten Fällen ausreichend sein. Natürlich steht es jedem Hundebesitzer frei, so oft zu impfen, wie er es für notwendig hält. Unsere jahrelangen Erfahrungen zeigen allerdings, dass bisher keiner unserer grundimmunisierten und darauffolgend nicht mehr geimpften Welpen jemals eine der befürchteten Krankheiten bekam, dass sie gesund und munter und überraschend frei von sämtlichen Infekten und Kinderkrankheiten, ausgestattet mit einem gesunden Immunsystem und eben allem, was einer kleiner und später auch erwachsener Hund so braucht.
7. Fazit
Ob jemand seinen Hund impfen lassen möchte oder nicht, bleibt natürlich jedem selber überlassen. Wichtig ist, dass man die jährlichen Impfungen einmal etwas kritischer betrachtet und sich überlegt, ob sie wirklich notwendig sind.
Empfehlen kann ich persönlich nur im Bedarfsfall vor einer Impfung eine Impftiterbestimmung. Bei einem Bluttest wird der Impftiter bestimmt, will heissen, wieviel Impfstoff und Schutz bei der entsprechenden Krankheit (Parvoviros, Leptospirose, Zwingerhusten, Staupe, Tollwut etc.) noch vorhanden ist. Viele werden überrascht sein, wie lange doch so ein Impfschutz vorhält und wieviele Jahre ins Land gehen können, bis man überhaupt einmal wieder impfen sollte. Außerdem würde ich mir gut überlegen, ob ich wirklich den kompletten Impfcocktail verabreichen möchte, sprich die 5- oder 7fach Impfung einfach mal so in meinen Hund pieksen lasse.
Wer über eine Titerbestimmung herausfinden sollte, dass beispielsweise nach Jahren die Parvovirose nocheinmal aufgefrischt werden sollte (was bei unseren Hunden bisher noch nicht der Fall war), der sollte darauf bestehen, dass nur diese Impfung vorgenommen wird und nicht schon wieder das ganze Programm.
Ich hoffe, dass diese Zeilen zumindest einen Anreiz zum Nachdenken bieten im Interesse unserer Hunde!
